Kater Loki überlebt Autounfall - doch Polizistin tötet ihn mit Gnadenschuss.
Loki entkommt durch eine Lücke im Gartenzaun – und wird von Auto erfasst. Um den verletzten Kater von seinem Leid zu erlösen, gibt eine Polizistin dem Tier den Gnadenschuss. Doch von all dem erfährt die besorgte Besitzerin Cindy Reinhardt erstmal nichts, wie die Delmenhorsterin dem Weser Kurier berichtet. Erst Tage später erreicht sie die traurige Nachricht.
Nach dem Unfall: „Zeugen warten mit noch lebender Katze" Verzweifelt sucht Reinhardt die Umgebung nach Loki ab, verteilt Flugblätter mit seinem Foto. Wie die Besitzerin dem Weser Kurier erzählt, sollte Kater Loki sich am Donnerstagabend im gesicherten Garten austoben, doch plötzlich war das neun Monate alte Tier weg. Erst Tage später erfährt Cindy, was mit ihrem Kater passiert ist. Eine Zeugin habe Lokis Foto auf den Flugblättern erkannt und sich daraufhin bei der Delmenhorsterin gemeldet. Schon kurz nach dem Verschwinden des Katers muss es zu dem Unfall gekommen sein, rekonstruiert sie.
„Die Zeugen warteten mit unserer deutlich noch lebenden Katze etwa 40 Minuten auf das Eintreffen der Polizei, die von einer Anwohnerin verständigt wurde“, gibt die Besitzerin gegenüber dem Weser Kurier an. Helfer hätten währenddessen schon versucht einen Tierarzt zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Das verletzte Tier deckten sie mit T-Shirts in einem Karton zu.
Polizei habe über Lokis Zustand gemutmaßt. Loki hätte den Unfall überlebt, da ist sich Cindy Reinhardt sicher. Bei ihrem Eintreffen an der Unfallstelle schätzen die Beamten das aber anders ein. "Als die Polizeibeamten eintrafen, mutmaßten sie gegenüber den Zeugen, dass unsere Katze sich sicherlich das Genick gebrochen hätte und es sowieso nicht schaffen würde“, will die Besitzerin von der Zeugin erfahren haben. Mit diesen Worten hätte die Polizistin den Karton mit samt Loki in den Kofferraum des Einsatzwagens befördert. "Nach Schilderung der Zeugen uns gegenüber gab unser Kater noch während der Anwesenheit der Polizeibeamten deutliche Vitalzeichen von sich", betont die Besitzerin gegenüber dem Weser Kurier. Loki habe Geräusche gemacht, sich bewegt und teilweise versucht, aus dem Karton zu klettern. Die Beamten hätten den Kater dann mitgenommen. Wie und wo es dann zu dem Gnadenschuss gekommen sei, ist unklar.
Hätte Loki überlebt? Besitzerin holt zweite Meinung ein. Es ist ein Hin und Her mit der Polizei, bis die Katzenbesitzerin endlich an Informationen zu Loki gekommen sei. Schließlich die Bestätigung: Es habe einen Tier-Einsatz gegeben. "Sie sagte, dass sie im Tierheim Bergedorf niemanden erreicht hätten und sie daher selbst das Tier aufgrund der schweren Verletzungen von seinem Leid durch einen Schuss erlösen mussten", so Reinhardt im Weser Kurier.
Weil es nicht möglich gewesen sei, Lokis Tier-Chip auszulesen, habe die Polizei sie nicht informieren können. Reinhardt ist empört, mit ihrem Mann lässt sie Lokis leblosen Körper von einem Tierarzt untersuchen. Die zweite Meinung habe Reinhardts Vermutung bestätigt, sagt sie: "Röntgenaufnahmen bestätigten den Eindruck, dass offenbar keine weiteren Knochen in Mitleidenschaft gezogen wurden." Der Kater hätte den Unfall demnach wohl überlebt.
Polizei Delmenhorst versteht Trauer um Lokis Tod. Gegenüber dem Delmenhorster Kurier zeigt die Sprecherin der Polizei Delmenhorst Verständnis für die Katzenbesitzerin. "Aber die Beamten müssen in so einem Fall abwägen, wie die Chancen für das Tier stehen und danach entscheiden, ob das verletzte Tier merklich leidet oder nicht." Das sei auch für die Einsatzkräfte kein schönes Szenario. Wie Cindy Reinhardt berichtet, habe sie mit der Polizistin gesprochen, die Loki erlöst habe. Trotzdem bleibt für sie die Frage offen, wo der Kater erschossen wurde und wo das tote Tier bis zu seiner Abholung aufbewahrt wurde.
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