KuT-Schutz Europa
Kinder- und Tierschutz

Pelzindustrie verbieten.

Pelz ist kein notwendiges Modeprodukt.

Für seine Herstellung werden jedes Jahr Millionen Tiere gezüchtet, gehalten und getötet.
Hinter Mänteln, Krägen, Mützen, Accessoires und Pelzbesätzen stehen häufig erhebliche Belastungen für das Tierwohl.

Tiere für die Mode.
Zu den Tieren, die weltweit für die Pelzproduktion gehalten oder getötet werden, gehören unter anderem Nerze, Füchse, Marderhunde und Chinchillas. Die Haltungsbedingungen unterscheiden sich je nach Land und Produktionssystem. Besonders bei Pelztierfarmen stehen die beengte Haltung und die fehlenden Möglichkeiten für arttypisches Verhalten seit Jahren in der Kritik.

Auch die Tötung der Tiere ist ein zentraler Kritikpunkt. Je nach Tierart und Produktionssystem kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, darunter Vergasung oder elektrische Tötungsverfahren. Entscheidend ist dabei nicht nur, ob ein Verfahren grundsätzlich zur Tötung führt, sondern auch, ob es zuverlässig und ohne vermeidbare Schmerzen, Angst oder Leiden durchgeführt wird.

Was Tierschutzorganisationen dokumentieren
Tierschutzorganisationen wie PETA und Humane Society International haben wiederholt über Missstände in der Pelzproduktion berichtet. Dazu gehören Verletzungen, unzureichende Haltungsbedingungen und problematische Tötungsmethoden.
Besonders in Regionen mit geringeren oder anders ausgestalteten Tierschutzstandards bestehen erhebliche Herausforderungen bei der Kontrolle der Produktionsbedingungen.

Die oft verbreitete Darstellung, Tiere würden generell und regelmäßig bei vollem Bewusstsein gehäutet, sollte allerdings nicht auf die gesamte weltweite Pelzproduktion übertragen werden. Dokumentierte Fälle schwerer Tierquälerei sind dennoch ein wesentlicher Grund für die Forderung nach strengeren gesetzlichen Vorgaben und einem Ende der Pelztierzucht.

Die politische Entwicklung
Auch international verändert sich der Umgang mit Pelz.
Die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ forderte ein EU-weites Verbot der Haltung und Tötung von Tieren ausschließlich oder hauptsächlich zur Pelzgewinnung sowie ein Verbot des Inverkehrbringens von Pelzen aus Pelztierhaltung. Die Initiative erreichte mehr als 1,5 Millionen gültige Unterstützungsbekundungen.
Die Europäische Kommission prüft seitdem verschiedene mögliche gesetzgeberische Maßnahmen.
Im Juli 2025 startete sie hierzu eine weitere Konsultation; eine Entscheidung über mögliche EU-Maßnahmen wurde für März 2026 angekündigt.

Auch einzelne europäische Staaten gehen weiter.
Polen hat Ende 2025 ein Gesetz zum Verbot der kommerziellen Haltung und Zucht von Tieren zur Pelzgewinnung beschlossen. Für bestehende Betriebe sind Übergangsregelungen vorgesehen.
In der Schweiz ist seit dem 1. Juli 2025 ein Importverbot für Pelze und Pelzprodukte in Kraft, die mit bestimmten als tierquälerisch eingestuften Methoden erzeugt wurden. Die Übergangsfristen wurden im Juni 2026 verlängert: Ab dem 1. Juli 2029 dürfen solche Produkte nicht mehr importiert und ab dem 1. Juli 2030 nicht mehr verkauft werden.

Unsere Forderung
Wir wollen eine Mode ohne Tierleid.
Die Herstellung von Pelz ist für den Menschen nicht notwendig.
Moderne Alternativen ermöglichen warme und hochwertige Kleidung, ohne Tiere für ihr Fell zu töten.

Deshalb setzen wir uns ein für:

  • ein Ende der kommerziellen Pelztierzucht,
  • strengere gesetzliche Tierschutzstandards,
  • transparente Kennzeichnung von Pelzprodukten,
  • wirksame Kontrollen entlang der Lieferketten,
  • ein Verbot des Handels mit Pelzen aus tierquälerischer Produktion,
  • und eine Modeindustrie, die auf tierische Pelze verzichtet.

Pelz gehört nicht auf den Laufsteg.
Kein Kleidungsstück ist es wert, dass dafür ein Tier leiden und sterben muss.

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